Annerkennung des Genozides an den Armeniern

Was heißt Völkermord an den Armeniern 

Von der internationalen Öffentlichkeit wird das von der türkischen Regierung geplante und durchgeführte Massaker gegen die armenische Bevölkerung als Völkermord an den Armeniern anerkannt.  

Dieser Massenmorde wurden durch das Osmanische Reich während unterschiedlicher Perioden der Existenz des Reiches durchgeführt. 

Die erste internationale Reaktion auf diese Ereignisse erfolgte in der gemeinsamen Stellungnahme Frankreichs, Russlands und Großbritannien vom 24. April 1915. Diese Staaten bezeichneten die Gewalttaten gegen die armenische Bevölkerung als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Zivilisation und machten die damalige türkische Regierung dafür verantwortlich.  

Wie hoch ist die Zahl der Opfer? 

Vor dem Ersten Weltkrieg lebten im Osmanischen Reich mehr als 2 Millionen Armenier. In den Jahren 1915-1923 wurden 1,5 Millionen Menschen der gesamten armenischen Bevölkerung ermordet, die restlichen Armenier wurden entweder zwangsislamisiert oder fanden in anderen Ländern Zuflucht.  

Der Mechanismus des Völkermordes 

Der Völkermord ist eine geplante Ausrottung der Menschen mit der Zielsetzung einer kollektiven Vernichtung. Daraus folgt, dass der Völkermord, ein Staatsverbrechen darstellt, denn nur ein Staat verfügt über alle Machthebel, um den Völkermord durch einen internen Mechanismus und die planmäßige Organisation umzusetzen. 

Die am 24. April 1915 begonnenen Festnahmen (hauptsächlich in der Hauptstadt des Osmanischen Reiches Konstantinopel) und die darauf folgende Vernichtung hunderter armenischer Intellektueller führten die erste Etappe der Ausrottung des armenischen Volkes herbei. Der 24. April wird auf der ganzen Welt von den Armeniern als Gedenktag für die Opfer des Volkermords begangen.  

Die Einberufung der 60. 000 armenischen Männer in die türkische Armee und deren spätere Entwaffnung und Ermordung durch die türkischen Soldaten wird als zweite Etappe des Völkermords betrachtet.  

Die dritte Etappe des Völkermords zeichnete sich durch Massaker und die Deportation der Frauen, Kinder und Greise in die syrische Wüste aus. Bei der Deportation kamen tausende Menschen durch Seuchen und Hunger ums Leben, oder sie wurden von den türkischen Soldaten, Polizisten und kurdischen Räubergruppen umgebracht bzw. vergewaltigt.  

Als letzte Etappe des Völkermordes gelten schließlich die Massendeportationen und die Verleugnung des Völkermordes an den Armeniern in ihrer eigenen Heimat seitens der türkischen Regierung.

Obwohl die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern immer umfassender internationale Anerkennung erfährt,  kämpft die Türkei bis heute mit allen Mitteln dagegen. Dabei scheucht sie sich nicht vor der Falsifikation der historischen Tatsachen und diversen propagandistischen Mitteln.

 

Außenminsterium der RA die offizielle Webseite
Doppelbürgerschaft Elektronisches
Visum
Visaformulare